Wo stehen wir momentan, und was könnte man aus der Sicht eines Durchschnitts-Betrachters zu den einzelnen Regionen auf der Erde sagen.
Machen wir dazu einen Rundblick über den Planeten und beginnen wir mit Amerika und dazu mit dem Norden, ohne jedoch allzu sehr ins Detail zu gehen und durchaus in einer Form gehalten, die nicht nur profunden Kennern der Materie sondern all jenen Menschen zuzumuten ist, die speziell aus den Medien oder vielleicht auch auf Grund eigener Erfahrungen, Einsichten und Ansichten so wie ich die Dinge sehen, um sie interessierten Lesern ironisch-kritisch-humorvoll zugänglich zu machen.
Kanada und die USA sind von Wohlstand und Fortschritt geprägte Länder mit demokratischen Staatsformen und wahre Wirtschafts-Giganten. Es gibt vor allem in diesen Einwanderungs-Ländern eine Vielzahl von Volksschichten aller möglichen Rassen. Es gibt unendlichen Reichtum an Besitz und Vermögen, aber auch das Gegenteil kann man antreffen mit Armut und sozialem Notstand. Wissenschaft und Forschung erleben eine Hochblüte und zu dieser Vielzahl in allen möglichen Bereichen des Lebens gehören auch die mannigfachen Glaubensrichtungen der einzelnen Bevölkerungsschichten. Wenn man von Wohlstands-Staaten spricht, dann sind diese beiden Länder weit vorne angesiedelt. Natürlich gibt es auch Kunst zu erleben in allen erdenklichen Facetten. Hollywood, Gospels, Spirituals, Jazz, den Broadway
Für Europa gilt in etwa Gleiches. Paris, London, Berlin, Wien, Rom um nur einige aufzuzählen als Stätten von Kunst und Kultur. Auch der Handel, die Ex- und Importe blühen, und die Menschen strampeln sich richtiggehend ab in ihrem Bemühen, Wohlstand anzuhäufen und den auch zu verwalten. Die Lebenserwartung der Bewohner ist gestiegen und beträgt im Schnitt bereits ein Alter von ungefähr 80 Jahren. Ohne hier ins Detail gehen zu wollen. Moral, Anstand, Charakterstärke gibt es durchaus noch. So wie es den Papst noch gibt oder den Petersdom, die Mailänder Skala, das Atomium in Brüssel und den Prater in Wien. Seltene Bauwerke und doch zu erspähen.
Betrachten wir kurz Asien mit China als bevölkerungsreichstem Land der Erde. Für mich zeigt sich dieses Riesenreich so, wie wenn ein Bauer mit neuartigen Maschinen sein Feld bestellt und nach einiger Zeit bereits die ersten Pflänzchen keimen. Eine wahre Flut von Pflanzen, dazwischen immer wieder Unkraut, das vor allem in einer großteils politisch gefärbten diktatorischen Regierungsform hervor sprießt und zusammen mit einer hohen Umweltverschmutzung die Ernte verwässert. Doch es sprießt und keimt, und der Fortschritt hin zu Wohlstand und der Suche nach einem mehr an Lebensqualität ist unverkennbar und nicht aufzuhalten. Die Menschen sind bemüht und fleißig, streben nach Wissen und Erfolg. Was in etwa auch für Indien, Pakistan und einige weitere Staaten gilt. Auch hier wird versucht, aus alten Lebensformen in zunehmendem Maße auszubrechen und kapitalistischen Verlockungen nachzueifern. Was nicht immer gelingt, und wobei sich auch religiöser Fundamentalismus als starker Hemmschuh erweist.
Russland und die vielen ehemaligen Sowjet-Staaten muss ich wohl eher zu Eur-Asien zählen, und dann noch Sibirien, diese unglaubliche Weite mit zahlreichen Bodenschätzen und einer vielfach unberührten Natur. Wenn der Wind eisig durch die Steppe weht und die letzten Tiger durch die Taiga streifen, dann denke ich auch an meinen Lieblingsfilm Doktor Schiwago, an die Zaren, an die vielen Schriftsteller, Musiker und Komponisten und natürlich auch an die Transsibirische Eisenbahn nach Wladiwostok. An das Wolgalied und an den Wodka, der für viele Bewohner zu einem wahren Lebensquell geworden ist. An Kolchosen und noch urige Lebensformen und natürlich auch an Moskau, an den Kreml, an Raketen und an Väterchen Frost.
Bleibt Japan mit einer ungeheuren Bevölkerungsdichte und Menschen, die nicht nur in der Millionenmetropole Tokio wie Ameisen mit Fleiß, Ausdauer und zielstrebiger Unverdrossenheit dem Erfolg in allen Lebensbereichen nachhetzen, alte Werte begraben, und wo vor allem junge Bevölkerungsschichten westlichen Erfolgsrezepten huldigen und für einen Umbruch im ethischen und ästhetischen Gefüge sorgen. Japan gilt als Großmacht in Handel und Industrie, Forschung und Entwicklung, und hat daher auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf westlich orientierte Weltmärkte. Die Kirschblüte und der Fujiyama sind mir im Gedächtnis, dazu kommt der Liebreiz der Geishas, und auch das Gedenken an die Samurai ist geblieben und an Harakiri. Auch Hiroshima und Nagasaki werden wohl nie ganz vergessen werden.
Australien mit Neuseeland. Auch hier versuchen die Menschen dem Kontinent all das abzuringen, was für mehr Wohlstand und Fortschritt notwendig zu sein scheint. Es wird gerafft und geschafft, die einstigen Ureinwohner hat man längst an den Rand irgendwelcher eher unwirtlicher Regionen gedrängt und die Nation schaut erhobenen Hauptes und mit geschwellter Brust in die Zukunft. Noch blüht und gedeiht das Leben in Sydney, Melbourne, Canberra, Christchurch. Und doch die Koalas sind weniger geworden, die Dürre in manchen Regionen hat allerdings erschreckend zugenommen.
Mittel- und Südamerika mit faszinierenden Landschaftsformen und ebensolchen Menschentypen. Auch hier herrscht Aufbruchstimmung in vielen Ländern vor. Brasilien, Argentinien und Chile spielen die ersten Geigen in diesem riesigen Orchester vieler Länder, die zum Teil in echten Entwicklungsstadien stecken. Mit kaum vorstellbarer Armut in oftmals noch naturverbundener Lebensweise ursprünglicher Bewohner, die einerseits versuchen die Lebensformen ihrer einstigen Eroberer und Unterdrücker auch in ihr Leben einzuweben, andererseits jedoch westliche Praktiken einer gnadenlosen Ausbeutung von Mensch und Boden zutiefst ablehnen und sich aufgrund ihrer noch immer tief in ihrem Inneren verankerten natürlichen Lebenseinstellung dagegen auflehnen und somit in vielen Bereichen ihres Lebens für Konflikte und Probleme im Zusammenleben dieser Menschen mit neuen Mischformen sorgen. Mit gewaltigen Regenwäldern versehen, die zunehmend dem Fortschritt Tribut zollen müssen und dem Amazonas als mächtigsten Fluss der Erde mit noch weitgehend intakter Wasserqualität.
Bleibt Afrika, und wenn ich an diese Keimstätte der Menschheit denke, dann höre ich im Hintergrund die Trommeln und Gesänge der Eingeborenen, sehe Elefanten, Zebras, Giraffen, Büffel, Löwen, Hyänen und unzählige andere Tierarten vor meinem geistigen Auge, sehe Schwarze und Weiße, in bunte Kleider gewickelte stolze Menschen, und neben ausgetrockneten Brunnen dem Tod geweihte Kinder und auch Erwachsene liegen. Ausgemergelt und von Hunger und Krankheiten gezeichnet. Ein Kontinent der Vielfalt und ungeheuren Naturschauspielen, wenn der Sambesi über die Viktoriafälle donnert, Sandstürme durch die unendlichen Weiten der Sahara fegen oder das Weiß der Gletscher vom Kilimandscharo ins Landesinnere leuchtet. Stolz und unverwüstlich die Pyramiden sich zum Himmel erheben und in den Tälern des Nils reiche Ernten eingefahren werden. Wenn somalische Piraten an der Ostküste im Indischen Ozean riesige Öltanker kapern, um mit dem Lösegeld die Not ein bisschen zu lindern, andererseits in Uganda die letzten Berggorillas um ihr Überleben bangen müssen, dann spricht all das für die Faszination dieses Erdteils mit seiner schier unfassbaren Vielfalt an Mensch und Tier.
Kommen wir als Abschluss zu den Polen als beinahe unerschöpfliches Süßwasser-Reservoir mit dem für viele Wissenschaftler bedenklich scheinenden raschen Schmelzen einstmals riesiger Eisschichten, verursacht durch eine fortschreitende Erderwärmung.
Das wäre, durchaus laienhaft betrachtet, der von mir wahrgenommene momentane Zustand aus den wichtigsten Gebieten der Erde. Meine dazugehörenden Visionen werde ich für die einzelnen Kontinente und ihre Bewohner in der Folge versuchen darzulegen.